HEIDELBERGER KREIS

Diesen Donnerstag, den 23. Juli, um 20 Uhr c.t. im HK:


Die Frauenquote in der Wirtschaft
Prof. Dr. Marc-Philippe Weller, Professor für Bürgerliches Privatrecht, Handelsrecht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung an der Universität Heidelberg

Nach einer jahrelangen Debatte stimmte der Bundestag im März diesen Jahres dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst zu.
Trotz der großen Mehrheit im Bundestag wird die Entscheidung für die „Frauenquote“ insgesamt noch kontrovers hinterfragt. Während in der Politik von einem historischen Schritt zur Gleichberechtigung die Rede ist, hört man ebenso noch Stimmen, die gegen die „Frauenquote“ beispielsweise einwenden, sie würden lieber aufgrund ihrer Qualifikation, als aufgrund ihres Geschlechts eingestellt.
Die Debatte scheint durch die neuesten Entwicklungen längst nicht abgeschlossen. Im Gegenteil, das Thema ist brandaktuell und unter vielen Bürgern kommen neue Fragen auf. Wie erfolgt die Umsetzung im Anfangsstadium, wie reagieren betroffene Unternehmen? Handelt es sich nicht ein Stück weit eher um einen Rückschritt auf dem Wege zur Gleichberechtigung und Emanzipation, wenn wir eine die Privatautonomie beschränkende, bloß nach dem Geschlecht differenzierende Regelung für erforderlich halten?
Diese und weitere Fragen rund um die Frauenquote wollen wir am Donnerstag mit Prof. Dr. Weller diskutieren.

Wir freuen uns auf euer kommen,

Eure HKler


weller1

Goehte

HEIDELBERGER KREIS

Donnerstag, den 9. Juli um 19 Uhr s.t.(!), im HK:


Goethes Klage über die Deutschen
Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Borchmeyers 

„Da gibt es Liebe und Freundschaft und Haß und Reisen und Feste und Krieg und Nächstenliebe; da gibt es Goethe den Höfling, den Abenteurer, den Wissenschaftler (Physiker, Mineraloge, Botaniker, Meteorologe, Anatom und Biologe), den Lehrer, den Liebhaber, den Ehemann, den Vater, den Verwalter, den Diplomaten, den Direktor der Theater und Museen, den Maler und Zeichner, den Zeremonienmeister, den Philosophen und den Politiker – und ich habe noch nicht einmal den Dichter und Dramatiker erwähnt, den Romancier, den Übersetzer, den Briefeschreiber und Kritiker." So beschrieb der Psychoanalytiker Kurt Eissler über Goethe im Jahr 1987.
Goethe war immer auf der Suche und verspürte Zeit seines Lebens den Drang, sich umfassend in alle Richtungen zu bilden. Trotz seines Haderns mit dem Jurastudium brachte er es mit nur 33 Jahren zum wichtigsten Mann in Weimar (nach dem Fürsten natürlich). Erfolgreicher Beamter damals, heute der wohl bekannteste deutsche Dichter. Dennoch ließen ihn der Freiheitsdrang und die immer wieder aufkeimenden Selbstzweifel samt harscher Kritik an seiner Umgebung Zeit seines Lebens nicht los.
Das verklärte Genie eines Landes, mit dem er ziemlich haderte - vielleicht war er gerade darin typisch deutsch? Professor Borchmeyer geht einem spannenden Konflikt auf den Grund.

Wir freuen uns auf euer kommen,

Eure HKler


HEIDELBERGER KREIS

Donnerstag, den 2. Juli um 20 Uhr c.t., im HK:


Migration und soziales Vertrauen
Juniorenvortrag von Sophie Schierning

Jahrhundertelang war Europa und insbesondere Deutschland ein Ort, von dem Menschen in Schüben aufgrund von Hungersnöten, Kriegen, Verfolgung und wirtschaftlicher Not auswanderten. So viele zog es nach Amerika, dass dort im 19. Jahrhundert unter den neuen anglophonen "Einheimischen" die Befürchtung aufkam, die USA könnten vollends deutschsprachig werden. Heute sind es vor allem diffuse Ängste vor Bedrohung durch Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt und einer Überlastung der Sozialsysteme, die viele Menschen vor allem im Osten Deutschlands auf die Straße treiben. Rechte Gruppierungen spielen damit und führen populistisch überspitzte Argumente, wie eine drohende Überfremdung, ins Feld. Im linken Spektrum aber auch in der politischen Mitte ist man bemüht, alle Ängste in der Bevölkerung als übertrieben zurückzuweisen, um bloß nicht den Boden für Ausländerfeindlichkeit zu ebnen.
Tatsächlich ist die Angst in der Bevölkerung schon allein deshalb ernstzunehmen, weil unser komplexes Wirtschafts. und Sozialsystem nach Ansicht einiger Ökonomen und Soziologen ganz wesentlich vom sozialen Zusammenhalt und der Kooperationsbereitschaft der Menschen untereinander abhängt. Im Vortrag sollen einige Beiträge zu einer offenen und vorurteilsfreien Migrationsdebatte vorgestellt werden.

Wir freuen uns auf euer kommen,

Eure HKler


migration

Schick

HEIDELBERGER KREIS

Donnerstag, 25.06. um 17:30h s.t. im HK:


Dr. Gerhard Schick MdB, Finanzpolitischer Sprecher der Bündnis90/Die Grünen Bundestagsfraktion:

Wie lässt sich eine undogmatische Politik formulieren, mit der bürgerliche Interessen vertreten werden ohne durch intensive Lobby-Bemühungen der Finanzindustrie verwässert werden? Wo muss die Grenze zwischen Überregulierung der Kapitalmärkte und notwendiger Kontrolle gezogen werden? Wie kann risikoreichen Geschäften von Investmentbanken und Steuerflucht heutzutage Einhalt geboten werden?
Mit der Lesung aus seinem Buch "Machtwirtschaft - Nein Danke!" wird Herr Dr. Schick diese und andere Fragen rund um die Finanzpolitik mit uns diskutieren. Signierte Ausgaben werden für 19,95€ zu erwerben sein.

Wir freuen uns auf Euer zahlreiches Kommen,
Eure HKler